Zum 17. Mai: Museen "im Netz" besuchen

Online in niederländischen Museen stöbern - zum Beispiel am Internationalen Museumstag

Corona bedingt haben die meisten Museen noch zu oder sind nur eingeschränkt zugänglich. So auch in den Niederlanden. Daher wird der  Internationale Museumstag am 17. Mai auch dort digital begangen. Der Vorteil von Online-Angeboten: Sie ermöglichen seltene Einblicke in Sammlungen, Arbeitsweisen oder Ausstellungsvorhaben. Und das nicht nur am Museumstag!

Nachstehend eine kleine Auswahl der Museen, die auch virtuell vielseitig unterwegs sind:

VAN GOGH MUSEUM, AMSTERDAM (NL)
Das Van Gogh Museum in Amsterdam ist nicht nur bekannt für Vincents Malerei, sondern auch für seine Warteschlangen. Vielleicht sogar eine gute Idee, sich von zu Hause einmal mit seinem Werk vertraut zu machen: Sammlung (online collection), Rundgänge und häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Van Gogh (Warum hat er sich das Ohr abgeschnitten?). Auch Hintergründen zu seinen Kunstwerken kann man hier auf die Spur kommen.

RIJKSMUSEUM, AMSTERDAM (NL)
Auch das Rijksmuseum ist online zu erkunden. Von zu Hause aus können mehr als 8.000 Meisterwerke aus nächster Nähe betrachtet werden. Auch ein Blick auf die „Nachtwache“ ist möglich, ohne anzustehen. Ein virtuelles Studio erlaubt es darüber hinaus, selbst tätig zu werden, indem man die eigene Sammlung mit seinen Lieblingswerken kuratiert.

STEDELIJK MUSEUM, AMSTERDAM (NL)
Wie seine Nachbarn, hat auch das Stedelijk Museum die Türen für Besucher geschlossen, macht aber online mit „Stay at Home Stedelijk“ weiter. Hier findet man eine Auswahl von Minidokumentationen und Audiotouren zu den meist diskutierten Ausstellungen der letzten Jahre. Jeden Freitag nimmt einer der Kuratoren den Besucher online "an die Hand" auf seiner Tour durch das Museum.

BOIJMANS VAN BEUNINGEN MUSEUM, ROTTERDAM (NL)
Im Gegensatz zu den anderen Museen war das Boijmans van Beuningen wegen der Renovierung und Verlegung des Museumsdepots bereits geschlossen. Online jedoch kann man einen umfassenden Blick auf die Sammlung des Museums werfen, eine 360-Grad-Tour machen oder eine Reihe von Dateikatalogen durchsehen. Auch diverse Audiotouren werden angeboten. 

TEXTIELMUSEUM, TILBURG (NL) 
Auch das Textil Museum in Tilburg öffnet seine Oline-Pforten. Daneben erhält man viele Tipps, wie man sich zu Hause kreativ betätigen und eigene Textilien verarbeiten kann. Wöchentliche Workshops geben Einblick in verschiedene Techniken, zum Beispiel die japanische Sashiko-Technik. Auch über die Arbeit eines Museumsdirektors oder Kurators kann man hier einiges erfahren. Und schließlich erteilen jeden Mittwoch Mitarbeiter Auskunft über Themen, die einem schon lange auf den Nägeln brennen.

DE PONT, TILBURG (NL)
Das De Pont Museum in Tilburg gewährt mit seinem Online-Channel Einblick in seine Ausstellungen und die Kulissen dahinter. Jeden zweiten Tag wird darüber hinaus in den Sozialen Medien eine künstlerische Arbeit online vorgestellt, siehe: Instagram und Facebook.

MUSEUM DE FUNDATIE, ZWOLLE (NL)
Auch das Museum de Fundatie in Zwolle, bietet – auf Deutsch! – Einblicke in Sammlung und Ausstellung und einen virtuellen Rundgang durch seine Zweigstelle Kasteel het Nijenhaus.

VAN ABBEMUSEUM, EINDHOVEN (NL)
Per Google-Streetview kann man Einblick in das Van Abbemuseum in Eindhoven nehmen. Außerdem erläutern kleine Dokumentationen die verschiedenen Ausstellungen. Der flämische Theatermacher Lucas de Man gibt via Audiotour einen Einblick hinter die Kulissen und liefert Hintergrundinformationen zu den Meisterwerken und der Architektur des Museums.