Viva la Frida!

Ausstellungsansicht Frida Kahlo, Foto: Drents Museum Assen

Erstmalige Präsentation zweier Sammlungen
Das niederländische Assen präsentiert eine umfassende Schau, die dem Leben und Werk der großen mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo gewidmet ist. In Viva la Frida! werden zum ersten Mal Werke Frida Kahlos mit persönlichen Gegenständen kombiniert. Dazu kooperiert das Drents Museum mit dem Museo Dolores Olmedo und dem Museo Frida Kahlo (bekannt als Casa Azul, dem Blauen Haus) in Mexiko-Stadt. Ergänzt werden die beiden Sammlungen mit Leihgaben aus anderen Museen, die die Ausstellung vervollständigen.

Spitzenwerke aus der Sammlung Olmedo
Das Museo Dolores Olmedo besitzt die weltweit größte Sammlung mit Werken Frida Kahlos. Angelegt wurde sie von der Mexikanerin Dolores Olmedo (1908-2002), die ab 1955 auf Anraten ihres guten Freundes Diego Rivera Werke von Kahlo und ihm sammelte. Schlüsselwerke des Bestands, wie etwa Henry Ford Hospital (1932), Die zerbrochene Säule (1944) und Selbstbildnis mit einem Affen (1945), sind nun in Assen zu sehen. 

Bemaltes Gips-Korsett, 1944, medizinischer Verband und Farbe, Museo Frida Kahlo © 2021 Banco de México Diego Rivera & Frida Kahlo Museums Trust, Mexico-Stad/ Reproduktion bewilligt durch das Instituto Nacional de Bellas Artes y Literatura, 2021
Frida Kahlo, Henry Ford Hospital, 1932, Ölfarbe auf Metall, Museo Dolores Olmedo, Mexico City © 2021 Banco de México, Ciudad de México/ Reproduktion bewilligt durch das Instituto Nacional de Bellas Artes y Literatura, 2021

Persönliche Objekte aus dem Blauen Haus
Dank der Kooperation mit dem Museo Frida Kahlo können in der Schau Viva la Frida! auch Kleidungsstücke, bemalte Korsetts und Schmuckstücke der Malerin präsentiert werden. Ende 2003 stieß man im Blauen Haus (dem heutigen Frida-Kahlo-Museum) auf zahlreiche Dinge aus dem persönlichen Besitz von Kahlo und Rivera, nachdem sie fünfzig Jahre lang dort verborgen gewesen waren. Nach eingehender Untersuchung und Konservierung der Objekte ist diese außergewöhnliche Sammlung nun seit 2007 der Öffentlichkeit zugänglich. Neben Fotografien, Dokumenten und Kleidungsstücken umfasst der Bestand viele Dinge aus dem persönlichen Besitz der Malerin wie etwa Zeichnungen und Spielzeug.

Weltweite Ikone und Kultfigur
Die Mexikanerin Frida Kahlo (1907-1954) ist zweifellos eine der bekanntesten und beliebtesten Malerinnen der Welt. Ihre eindrucksvollen Bilder, ihr bewegtes Leben und ihr ungewöhnlicher Lebensstil machten sie weltweilt zur Ikone und Kultfigur. Durch einen schweren Busunfall bereits in jungen Jahren (1925) hatte sie oft Schmerzen und musste im Laufe ihres Lebens zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen. Die Liebe zur Kunst, zu ihrem Mann, dem zwanzig Jahre älteren Maler Diego Rivera, und zu ihrem Land Mexiko und seiner Volkskultur gaben ihr die Kraft zum Weiterleben.

Ihre Selbstporträts sind erfüllt von Symbolik, die auf ihr persönliches Leben verweist. Oft geht es dabei um ihre stürmische Beziehung mit Rivera und ihren zerbrochenen Körper. Sie brach alle Tabus ihrer Zeit und wurde zur Kultfigur. Ihre Kunst und ihr Lebensstil inspirieren Künstler wie Marina Abramović, Modedesigner wie Jean Paul Gaultier, Moschino und Dolce & Gabbana und Musiker wie Madonna und die Band Coldplay.

Fotos: Drents Museum, Assen (NL)

Frida Kahlo als Inspirationsquelle
Kahlos Werke berühren große Themen, die von höchster Aktualität sind: Feminismus, Gender, Politik, das Leben mit einer Behinderung und kulturelle Identität. Gerade mit diesen Thematiken setzen sich auch viele zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen in der Bildenden Kunst, Mode und Musik auseinander.

Es gibt viele internationale Künstler, die das Leben und das Werk Frida Kahlos inspirierte, so etwa Marina Abramoviç (Serbien), Shirin Neshat (Iran), Tony Gum (Südafrika), Bumi Thomas (Großbritannien/Nigeria) und Yasumasa Morimura (Japan).

Viva la Frida! Leben und Werk Frida Kahlos, 8.10.21 bis 27.3.22, Drents Museum, Brink 1, 9401 HS Assen (NL), Internet: www.drentsmuseum.nl