Neueröffnung des alten AfricaMuseums in Brüssel

Endlich: Von einem kongolesischen Kolonialmuseum zu einem Museum Zentralafrikas
Ansicht vom Empfangspavillon © RMCA, Tervuren, Foto: Jo Van de Vijver

Brüssel/Tervuren. Nach fünfjähriger Sanierung und Neugestaltung ist das AfricaMuseum vor den Toren Brüssels wiedereröffnet worden. Dabei hat das wegen seiner kolonialen Vergangenheit umstrittene Haus - bis 1960 war der Kongo eine belgische Kolonie - eine konzeptuelle Neuausrichtung erfahren. Man sei von einem Kolonialmuseum zu einem Museum des zeitgenössischen Afrikas geworden, sagte der Generaldirektor des Museums, Guido Gryseels, anlässlich der Eröffnung am 8. Dezember. Das Gebäude mit insgesamt 24 Sälen wurde von 6.000 auf 11.000 Quadratmeter erweitert. In eigenen Räumen wird die Geschichte Zentralafrikas thematisiert, von den alten König- und Kaiserreichen bis hin zur Entstehung der heute souveränen Staaten Demokratische Republik Kongo, Ruanda und Burundi. Außerdem gibt es eine Abteilung für zeitgenössische Kunst aus dem Kongo. Das Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnete Museum geht auf den belgischen König Leopold II. zurück, unter dessen Herrschaft das Land systematisch ausgeplündert wurde.

Internet: http://www.africamuseum.be