Audrey Hepburn ganz privat

Ausstellung in Brüssel ehrt die Frau hinter der Ikone
Fotos: Privater Nachlass von Audrey Hepburn

Seit dem 1. Mai ist in der Brüsseler Galerie Vanderborght eine Ausstellung zu sehen, die sich der privaten Audrey Hepburn widmet. Anlass ist der Geburtstag der 1993 verstorbenen Schauspielerin, die am 4. Mai 90 Jahre alt geworden wäre. Mit der von ihrem Sohn Sean Hepburn Ferrer auf über 800 Quadratmetern zusammengestellten Schau kehrt Audrey in ihre Geburtsstadt Brüssel zurück.

"Intimate Audrey" enthält zum Teil bislang unveröffentlichte Fotografien, Aufzeichnungen und Filmrequisiten, mit denen Audrey Hepburn berühmt wurde, wie zum Beispiel der Roller aus dem 50er Jahre-Klassiker "Ein Herz und eine Krone“, für den sie 1954 einen Oscar erhielt. Hepburn Ferrer, dessen Vater der US-amerikanische Schauspieler Mel Ferrer war, sagte anlässlich der Eröffnung, er wolle eine persönlichere Perspektive auf das Leben Schauspielerin jenseits der Schauspielerei bieten. "Sie lebte ein bescheidenes Leben, einfaches Leben. Vielleicht liegt darin der Schlüssel, warum sie heute noch so beliebt ist".

Audrey Hepburn mit Mel Ferrer, den sie 1954 heiratete und mit dem sie u. a. für "Krieg und Frieden" vor der Kamera stand
Audrey im Alter von 10 Jahren in Arnheim, wo sie die Kriegsjahre verbrachte

Audrey Hepburn wurde 1929 im Brüsseler Stadtteil Ixelles als Tochter einer niederländischen Mutter und eines britischen Vaters geboren. Nach den Kriegsjahren im niederländischen Arnheim, zog sie 1945 nach London, wo sie Ballettunterricht nahm und sich schließlich der Schauspielerei zuwandte. 1951 ging sie nach New York, um dort im Broadway-Musical „Gigi“ die Hauptrolle zu übernehmen. Danach begann ihre steile Karriere als Hollywood-Schauspielerin, die in Filmen wie „Sabrina“, „Krieg und Frieden“, „Frühstück bei Tiffany“ oder „Charade“ zum Ausdruck kam. Ende der 1960er Jahre kehrte sie der Branche den Rücken, um sich in ihrer Wahlheimat am Genfersee (nahe Lausanne) ihrer Familie und humanitären Projekten zu widmen.

In der in zehn Kapitel gegliederten Ausstellung sind auch Kleider, Accessoires sowie bisher nie gezeigte Modezeichnungen von Audrey selbst zu sehen, die Zeit ihres Lebens auch Mode-Trendsetterin war. Außerdem zeigen Korrespondenzen ihr humanitäres Engagement als UNICEF-Sonderbotschafterin. Eine Reihe von Videos zu ihren einzelnen Lebensstationen runden die Schau ab, bei der es laut Ankündigung nicht um die Ikone, sondern um die Frau hinter der Legende geht, die „nach Hause kommt“.

 “Intimate Audrey” ist bis 25. August zu sehen im Espace Vanderborght, Rue de l'Ecuyer 50, 1000 Brüssel. Alle Gewinne gehen an EURORDIS-Rare Diseases Europe sowie verschiedene Krankenhäuser in Brüssel. Internet: www.intimateaudrey.org