Andy Warhol - Superstar

Lütticher Ausstellung zeigt Werke des großen Pop-Artisten
Foto: Tempora, Nachbildung der Factory (Ausstellungsansicht)

Warhol (1928-1987) prägte unter anderem mit Porträts von Hollywoodstars oder Politikern sowie den konsumkritischen Campbell-Dosensuppen über vier Jahrzehnte die zeitgenössische Kunst. Legendär ist sein Ausspruch, jeder habe ein Anrecht auf eine Viertelstunde Berühmtheit.

Die Schau präsentiert mit Zeichnungen, Gemälden, Filmen, Musik, Zeitschriften und Büchern die große Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen des Exzentrikers Warhol sowie sein vielfältiges Leben. Er wurde in Pittsburgh (Pennsylvania) als Andrew Warhola geboren; seine Eltern waren Immigranten aus dem Karpaten-Dorf Mikova (heute Slowakei, damals Ungarn). Warhol wurde griechisch-katholisch getauft und galt sein Leben lang als strenggläubig.

Nach dem Umzug nach New York arbeitete der studierte Werbegrafiker zunächst für Modezeitschriften, Kaufhäuser, Schallplattenproduzenten, Verlage und Kultureinrichtungen. Bis zu seinem Tod mit 58 Jahren bei einer Routineoperation eroberte er sich alle denkbaren künstlerischen Medien und drückte ihnen seinen Stempel auf. Dabei wurde er selbst zur Ikone.

Zu sehen sind unter anderen Warhol-“Klassiker“ wie die Brillo-Seifenboxen, die Porträts von Hollywoodstars wie Marilyn Monroe und Liz Taylor sowie von Mao, dem Schah, Bundeskanzler Willy Brandt, US-Präsident John F. Kennedy, Jimmy Carter. Weiter zeigt die Ausstellung eine plastische Nachgestaltung der „Factory“, Warhols legendärem Atelier in Manhattan. Historische „Zeitschleusen“ und eine Zeitleiste ordnen Warhols Werke hinsichtlich der politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Ereignisse ein. Der Film „Das Amerika von Andy Warhol“ gibt einen Überblick über die Jahrzehnte, in denen der große Künstler das Amerika seiner Zeit so gut wiederzugeben wusste wie kein anderer. (kna)